Deutsche Bahn

Innovationen

DB Energie will die Chancen der Energiewende und der Digitalisierung nutzen, um den Kunden weiterhin eine hohe Versorgungssicherheit und Qualität zu wettbewerbsfähigen Preisen zu sichern. Mit unserem Aufbruch zur "DB EnergieWende" wandeln wir uns zu einem digitalen Dienstleister der Eisenbahn in Deutschland und investieren in Infrastruktur und Innovationen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Eisenbahn zu stärken. Im Folgenden können Sie etwas über ein paar unserer Innovationen erfahren:


Kurzschlussortungssoftware

DB Energie hat eine eigene Software entwickelt, mit der wir Oberleitungsstörungen infolge von Kurzschlüssen schneller lokalisieren und somit auch schneller beseitigen können.

Smart Solid Grid

Wir ersetzen mechanische Umformerwerke durch digitale Umrichterwerke, die im Vergleich bei der Umwandlung von 50-Hz-Strom aus dem öffentlichen Netz in Bahnstrom weniger CO2 ausstoßen. Mit diesen Umrichtern steuert DB Energie auf das erste digitale Smart Solid Grid in Europa zu, ein einheitliches Netz, das zentral gesteuert und so noch besser ausgelastet werden kann.

Drohnen

Freileitungen müssen regelmäßig inspiziert werden. Bisher geschah dies, indem die rund 25.000 Bahnstrommasten bestiegen oder per Helikopter abgeflogen werden. Mittlerweile setzt DB Energie hierzu Drohnen ein, was die Inspektion der Freileitungen vereinfacht und beschleunigt.

Virtual Reality

Zu Schulungszwecken setzt DB Energie vermehrt VR-Programme ein. Bei einer virtuellen Führung durch  ein Unterwerk beispielsweise erhält der Mitarbeiter einen Einblick in die Technik des Werks und bekommt Trainingsszenarien in gesicherter Umgebung. Die VR-Brillen ermöglichen zudem das Einarbeiten neuer Mitarbeiter ohne An- und Abreise und ohne dass das Unterwerk dazu abgeschaltet werden muss. DB Energie testet derzeit den Einsatz von Vitual Reality in den verschiedensten Bereichen.

Hauptschaltleitung und Zentralschaltstellen

Aufgabe der Hauptschaltleitung - einer der modernsten Schaltstände in der europäischen Eisenbahn - ist es, dass in jeder Sekunde die eingespeiste Energie der verbrauchten entspricht. Das ist im Bahnverkehr durchaus eine Herausforderung: Ein ICE verbraucht beim Anfahren sehr viel Energie. Beim Bremsen speist er allerdings ein Gutteil davon wieder zurück in die Oberleitung. Je nachdem, wie viele ICE gerade gleichzeitig anfahren, entstehen so Lastsprünge von bis zu 350 MW pro Minute. Das entspricht dem Leistungsbedarf der Stadt Bonn.

Unsere Zentralschaltstellen, die deutschlandweit das 20.200 Kilometer lange Oberleitungsnetz überwachen, werden derzeit auf Fernschaltung umgestellt. Das bedeutet, dass sich jeder Bediener, unabhängig von seinem Arbeitsplatz, in alle neun Netze aufschalten und dort alle Funktionen übernehmen kann. Das hilft, die Entstörungszeiten - zum Beispiel nach einem Orkan - zu reduzieren.