DB als größter Ökostromnutzer in Deutschland baut Spitzenposition aus • Jährlich 600.000 Tonnen weniger CO₂

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Artikel: DB als größter Ökostromnutzer in Deutschland baut Spitzenposition aus • Jährlich 600.000 Tonnen weniger CO₂

DB-Chef Dr. Richard Lutz: Neue Lieferverträge sind Meilenstein bis zur Komplettvergrünung 2038 • DB bezieht weitere 780 Gigawattstunden Ökostrom und sichert damit acht Prozent nachhaltigen Bahnstrom.


(Berlin, 19. November 2020) Die Deutsche Bahn baut beim Einsatz von Ökostrom ihre Spitzenstellung in Deutschland weiter aus. Die DB, heute bereits größter Ökostromnutzer in Deutschland, sichert über drei neue Verträge mit einem Leistungsumfang von rund 780 Gigawattstunden Grünstrom aus Wasserkraft, Windkraft und Sonnenenergie weitere Zuwächse für die nächsten Jahre ab. Allein mit dieser Menge ließe sich der Betrieb von täglich rund 40.000 Zügen in ganz Deutschland rechnerisch für rund 23 Tage abwickeln.

„Das ist das größte grüne Bahnstrom-Paket in der Geschichte der DB und ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu einer komplett grünen Bahn. Wir übernehmen Verantwortung und machen das klimafreundlichste Verkehrsmittel so noch grüner und attraktiver,“ sagt der DB-Vorstandsvorsitzende Dr. Richard Lutz. „Die neuen Verträge sichern uns künftig acht Prozent Grünstrom. Das allein bedeutet auch: Wir sparen bis zu 600.000 Tonnen CO₂-Emissionen jährlich.“



Bereits heute besteht der Bahnstrom zu 61 Prozent aus erneuerbaren Energien und liegt damit weit über dem öffentlichen Grünstrommix. 2030 soll der Strom aus erneuerbaren Energien bei der DB die 80-Prozent-Marke erreichen.

Stärkster Treiber der Vergrünung ist die Flotte des DB-Fernverkehrs, die seit gut drei Jahren komplett mit Ökostrom fährt. Potentiale liegen im Nah- und im Güterverkehr sowie bei Werken und Anlagen. 33 Bahnhöfe der DB, darunter die 15 größten Stationen, werden ebenfalls ausschließlich mit Ökostrom versorgt.

Zu den neuen Verträgen: Bereits 2021 beginnt die auf 30 Jahre angelegte Lieferung von Sonnenenergie aus dem gerade entstehenden Solarstrompark in Gaarz bei Plau am See. Die DB bezieht jährlich rund 80 Gigawattstunden Ökostrom aus der 90 Hektar großen Anlage von Enerparc in Mecklenburg-Vorpommern.  

Fast 440 Gigawattstunden Grünstrom jährlich fließen ab 2023 aus dem Wasserkraftwerk Egglfing-Obernberg im Inn an der Grenze zwischen Niederbayern und Österreich. Der Vertrag mit der Verbund AG läuft über fünf Jahre.

Ab Herbst 2024 bereichern 260 Gigawattstunden Windenergie jährlich den Bahnstrommix. Dann liefert der Windpark Amrumbank-West in der Nordsee. Die DB hat sich etwa ein Viertel der Leistung der 33 Quadratkilometer großen Offshore-Anlage nordwestlich von Helgoland gesichert. RWE und DB haben den Vertrag für 15 Jahre geschlossen. Alle drei Grünstromverträge sind so genannte Power Purchase Agreements (PPA).

Die für Energie zuständige Konzerntochter DB Energie baut das Portfolio von Kraftwerken und Verträgen grundlegend um. Erneuerbare Energien ersetzen schrittweise und konsequent auslaufende Verträge fossiler Energien. Der Ökostrombezug erfolgt technologieoffen und unter Nutzung aller Beschaffungsmöglichkeiten des europaweiten Energiemarktes. Neben Wasserkraft, die schon seit mehr als 100 Jahren die Bahn antreibt, spielen Photovoltaik und Windenergie eine wachsende Rolle.