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Talsperre Kibling wird ab Freitag wieder geflutet

DB Energie investiert 10 Millionen Euro in die Erneuerung des Stauwehres des Wasserkraftwerks Reichenhall • Hochwasserschutz verbessert

Die erste Bauphase der seit einem Jahr andauernden Modernisierungsarbeiten an der Saalachtalsperre Kibling ist abgeschlossen. Damit kann jetzt mit der Flutung der Talsperre begonnen werden. Aufgrund der über das Winterhalbjahr weiter laufenden Bauphase 2 geschieht der Wiederaufstau in drei Schritten.

  • Aufstau auf ein abgesenktes Stauziel zwei Meter unter Normalhöhe am 2. Oktober 2015.
  • Aufstau auf ein Meter unter Normalhöhe ab dem 25. November.
  • Aufstau auf Normalhöhe ab April/Mai 2016.

Christoph Mexis, Leiter Kraftwerke DB Energie, dem Energiedienstleister der Deutschen Bahn: „Wir weisen dringend darauf hin, den Bereich der Einmündung des Unterwasserkanals in die Saalach ab Freitag zu meiden, da es hier und im weiteren Unterlauf während der Inbetriebnahme zu Wellenbildungen kommen wird.“

Das Wasserkraftwerk Reichenhall wird durch das Triebwasser des aufgestauten Saalachsees betrieben. Durch einen 576 Meter langen Stollen wird das Wasser vom Saalachsee dem Kraftwerk zugeführt. Die dort erzeugte Energie wird sowohl für die Bahnstromversorgung als auch für die allgemeine Stromversorgung der Stadt Bad Reichenhall verwendet.

Die Talsperre Kibling wurde 1913 fertiggestellt und ist seit mehr als 100 Jahren ohne grundlegende Sanierung in Betrieb. Mit dem Umbau wird die Talsperre auf den Stand der Technik gebracht und der Hochwasserschutz verbessert. Insgesamt investiert DB Energie in die Erneuerung der Talsperre rund 10 Millionen Euro. Zu den Maßnahmen gehören:

  • Ersatz der Grundwasserschleuse (Walzenwehr) durch einen modernen Segmentverschluss mit aufgesetzter Klappe
  • Ersatz und Vergrößerung der Hochwasserschleuse (Tieferlegung der Sohle) um 2,5 Meter
  • Bau einer Rampe für Geschiebeverklappung ins Unterwasser
  • Einbau eines Schlauchwehrs (30 x 2,5 Meter) in die Staumauer
  • Sohlensicherung durch Sohlplatte mit Bohrpfahlwand im Unterwasser.

Die Arbeiten sollen im Frühjahr nächsten Jahres abgeschlossen werden.