30 Jahre Sonnenenergie für die DB: Solar-Park Gaarz in Betrieb

Artikel: 30 Jahre Sonnenenergie für die DB: Solar-Park Gaarz in Betrieb

Sonnenenergie für die Bahn: 30 Jahre Strom aus Mecklenburg-Vorpommern.

Jährlich 80 Gigawattstunden Ökostrom aus Mecklenburg-Vorpommern fließen seit Ende Mai an die Deutsche Bahn. Der rund 90 Hektar große Photovoltaik-Park Gaarz bei Plau am See ist in Betrieb genommen worden. Das Hamburger Unternehmen Enerparc hat mit der Deutschen Bahn einen 30 Jahre laufenden Liefervertrag für den Grünstrom abgeschlossen. Gaarz ist ein Baustein auf dem Weg zu 100 Prozent Ökostrom im elektrischen Eisenbahnverkehr der Deutschen Bahn. Der Solarpark allein kann mit seiner Leistung den Zugverkehr in Deutschland für zweieinhalb Tage komplett nachhaltig versorgen.  

Weitere Ökostrom-Anlagen und langfristige Lieferverträge werden in den kommenden Jahren dafür sorgen, dass die Bahn das umweltfreundlichste Verkehrsmittel bleibt: Ab 2023 werden 440 Gigawattstunden aus dem Wasserkraftwerk Egglfing-Obernberg am Inn, ab 2024 rund 260 Gigawattstunden Ökostrom sowie 2025 weitere 190 Gigawattstunden aus dem Windpark Amrumbank-West in der Nordsee den Zugverkehr noch umweltfreundlicher machen.


Die Deutsche Bahn hat sich mit ihrer Konzernstrategie „Starke Schiene“ hohe Ziele für mehr Klimaschutz gesteckt: Bis 2038 wird der gesamte DB-Bahnstrom – zehn Terawattstunden pro Jahr – zu 100 Prozent grün sein. Zwischenziel 2030: 80 Prozent Grünstromanteil. Dafür baut die Konzerntochter DB Energie das Portfolio von Vertragskraftwerken und Lieferverträgen grundlegend um. Erneuerbare Energien ersetzen schrittweise und konsequent fossile Energieträger. Aktuell deckt die DB bereits über 61 Prozent (2014: 42 Prozent) des Bahnstroms mit erneuerbaren Energien – und liegt damit weit über dem öffentlichen Grünstrommix in Deutschland von derzeit rund 50 Prozent. Durch den Abschluss spezieller Lieferverträge, Power Purchase Agreements, kurz PPA genannt, engagiert sich DB Energie für den Ausbau dieses neuen Marktes. Mittel- und langfristige Verträge der DB mit Anlagenbetreibern für erneuerbare Energien ermöglichen die Finanzierung ohne staatliche Fördermechanismen wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz, kurz EEG.


Die Konzerntochter DB Energie baut ein durchmischtes Portfolio erneuerbarer Energien für den Bahnstrombedarf auf. So kann die Bahn schnell reagieren, wenn sich der Markt der Erneuerbaren verändert und auch schneller vom technologischen Fortschritt in der Branche profitieren. Die Vertragslaufzeiten, Energieträger, Einspeiseregionen, Vertragspartner:innen sowie die Preisgestaltung werden durchmischt.