DB Energie GmbH

DB Energie für mehr Nachhaltigkeit und Effizienz

DB Energie treibt für die Deutsche Bahn den Klimaschutz voran. Wir gestalten aktiv die grüne Transformation der Mobilität - für eine "Starke Schiene" in Deutschland. Mit unserem Know-how sind wir geschätzter Partner auch bei Unternehmen aus Industrie und Gewerbe - wir gestalten Energieeffizienz und Energiewende mit!

DB Energie GmbH

Wir sind der Energiemanager der Deutschen Bahn.
Mit 2,7 Mrd. Euro Umsatz und rund 1.800 Mitarbeitern sind wir seit 1997 zuständig für die Energieversorgung von Zügen mit 16,7-Hz-Bahnstrom oder Dieselkraftstoff. Außerdem sorgen wir für den Ausbau der Elektromobilität. Für Unternehmen innerhalb und außerhalb des DB Konzerns bieten wir Lösungen rund um die Lieferung von Strom, Gas und Wärme und zahlreiche Dienstleistungen rund um Energieeffizienz und Technik.

Mehr über die DB Energie erfahren Sie hier

Leistungsportfolio DB Energie GmbH Übersicht

Neues von der DB Energie GmbH

Auf einen Blick: Pressemeldungen und Neuigkeiten rund um die DB Energie, Effizienz und Nachhaltigkeit.

DB Energie präsentiert innovative Ladekonzepte

Auf dem Ende Juni durchgeführten 4. Eurailpress-Forum der DVV Media Group GmbH konnte die DB Energie in zwei Fachbeiträgen erneut auf sehr innovative Ansätze aufmerksam machen. Die mit vielen Fachleuten besetzte Hybridveranstaltung bot außerdem eine gute Gelegenheit, sich sowohl vor Ort in Hamburg wie auch über den digitalen Livestream zu aktuellen Themen und zukünftigen Herausforderungen auszutauschen.

Sicher, grün und bezahlbar soll die Energieversorgung der Zukunft sein – darüber waren sich die Beteiligten einig. Nur welche der vielfältigen Optionen im Hinblick auf die richtigen Antriebs- und Ladekonzepte bei der Ablösung der Dieseltriebzüge die Zukunft gehört und welcher Ansatz Erfolg verspricht, wurde rege diskutiert. Deutlich wurde, dass erste größere Flotten bestellt und im Bau sind (man spricht von einem Bedarf in den kommenden Jahren in der Größenordnung von 2.500 abzulösenden Diesel-Fahrzeugen) und Aufgabenträger vermehrt Ausschreibungen für alternative Antriebskonzepte angestoßen haben bzw. planen. Derzeit scheint das Pendel zu den batterieelektrischen Lösungen zu schwingen – nicht zuletzt auch aus Kostengesichtspunkten. Für ein Aufatmen in der Branche hat der aktuelle Förderaufruf der NOW/ PtJ gesorgt, mit dem ein Volumen i.H.v. 227 Mio. Euro für Fahrzeuge, Infrastruktur und Studien vom BMVI bereitgestellt wird.

In seinem Beitrag zum Thema ‚Ladeinfrastrukturen im Akku Netz Schleswig-Holstein‘ zeigte Marcus Kliefoth (Projektleiter im Geschäftsfeldprogramm Alternative Antriebe - Schwerpunkt Infrastrukturlösungen Akkuzüge, DB Energie) dann auch, wie die praktische Umsetzung in Schleswig-Holstein aussehen kann und machte einmal mehr deutlich, welche Weichenstellungen für die Umsetzung von Seiten eines Infrastrukturunternehmens gesetzt wurden. Wohin die Reise in den kommenden Monaten hingeht: Viele Millionen Kilometer im Dieselbetrieb werden durch energieeffiziente, emissionsarme Fahrzeuge ersetzt, die über eine passende Ladeinfrastruktur zu bedienen sind. Die Vorhaben reichen hierbei von der Elektrifizierung einzelner Bahnsteiggleise, gehen über die Verlängerung der Oberleitungen bis hin zur Errichtung von Oberleitungsinselanlagen (OLIA), damit die Fahrzeuge während der Fahrt und auch in der Abstellung aufgeladen werden können. Im Hinblick auf Lastmanagement, Einschaltverhalten und Rückspeisung wurde dargelegt, vor welchen Herausforderungen man im Systemverhalten zwischen OLIA/Ladeunterwerk und Akku-Triebfahrzeugen steht. Dass die gesamte Umsetzung alles andere als trivial ist, zeigt sich auch in den begleitenden Umbaumaßnahmen. Denn die Umstellung auf eine andere Antriebstechnologie bringt auch eine Veränderung bei Bahnsteigen, Haltepunkten, den Gleisanlagen und der Signaltechnik mit sich. Fachlich unterstützt wurde Herr Kliefoth bei seinen Ausführungen von Marcel Hansel (Stadler Deutschland GmbH, Fahrzeughersteller) und Ruth Niehaus (NAH.SH GmbH, Aufgabenträger).

„Als betrieblicher Vorteil der Akkumulatortriebzüge gilt zwar, dass sie sich während der Fahrt und nicht nur im Stand aufladen können, wie das noch bei ihren Vorgängern der Fall war“, so Kai Wittig (Experte für Ladeinfrastruktur für Akkufahrzeuge, DB Energie). „Doch regelmäßig in den Fällen, in denen bei der Abstellung an nicht elektrifizierten Betriebsstellen eine leistungsfähige Fremdeinspeisung für das Bordnetz benötigt wird, könne auf die Stromzufuhr im Stand nicht verzichtet werden“. Dazu lenkte er den Blick im Rahmen seines Vortrages ‚Energieversorgung für abgestellte Batterietriebzüge‘ auf zwei mögliche Lösungen: die Nutzung von Elektranten und die von elektrischen Zugvorheizanlagen. In der Betrachtung beider Möglichkeiten konnten Vorteile für Elektranten höherer Leistung aufgezeigt werden, sofern für einen neu definierten elektrischen Energiebedarf Aspekte wie Anschlussmöglichkeit, Leistungsaufnahme, Aufwand für die erforderlichen Anpassungen am Fahrzeug und die weitgehende Verwendung von gängigen Industriekomponenten ausreichend berücksichtigt würden.

Mit unseren praxisnahen und innovativen Infrastrukturlösungen unterstützen wir Sie bei Ihren Vorhaben, auf Dieselantriebe zu verzichten und lokale Emissionen zu verringern. Ausführliche Informationen zu unseren aktuellen Projekten und Themenschwerpunkten finden Sie auf unserer Website unter www.dbenergie.de/alternativeantriebe. Ergänzend zu den dort enthaltenen Lösungen bietet sich Ihnen jederzeit die Gelegenheit zum Austausch mit unseren Experten zu Alternativen Antriebskonzepten.

03. AUG 2021
03
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2021

Mobility2Grid - Forschung für Energiewende

Die Elektrifizierung des Verkehrs ist eine einzigartige Chance, Energie- und Verkehrssysteme gemeinsam zu erforschen und Synergien zu nutzen. Der Forschungscampus Mobility2Grid – angesiedelt auf dem EUREF-Areal in Berlin Schöneberg – erforscht und realisiert innovative Lösungen, um die Versorgung mit Strom, Wärme und Verkehr langfristig bezahlbar, sicher und vollständig auf Basis der Erneuerbaren Energien zu gewährleisten. Mobility2Grid ist eine breit angelegte öffentlich-private Partnerschaft für Innovationen zur Realisierung von Energiewende und Elektromobilität in vernetzten urbanen Arealen. Mit dem Betrieb des MSG und der Integration von Elektromobilität und Stromspeichern haben sich die beteiligten Projektpartner im Rahmen der ersten Forschungsphase des Forschungscampus Mobility2Grid intensiv beschäftigt und können anwendbare Ergebnisse vorweisen.

Die Integration von dezentralen, regenerativen Erzeugungsanlagen und neuartigen Verbrauchern (z.B. E-Autos) stellt im Rahmen der Energie- und Mobilitätswende besondere Herausforderungen an die Energieversorgung. Ein Beitrag zur Lösungsfindung können intelligente, dezentrale Energienetze - sogenannte „Micro Smart Grids (MSG)“ - darstellen, die praktische Antworten zur Verbesserung der Verfügbarkeit, der Autarkie vom allgemeinen Stromnetz, der Energiekostenoptimierung, der intelligenten Vernetzung von Assets und Netzstabilität liefern können.

So sind verschiedene Betriebsstrategien für das Micro Smart Grid des Forschungscampus vor dem Hintergrund technologischer und wirtschaftlicher Optimierung erfolgreich entwickelt und erprobt worden. Der Servicebereich Technik der DB Energie GmbH entwickelte sich in diesem Zeitraum als Experte für die Konzeptionierung von Micro Smart Grids und die intelligente Vernetzung und Betrieb von Ladeinfrastruktur für Elektromobilität.

In diesem Projekt hat DB Energie GmbH als ein Netzbetreiber seine Perspektive in die Forschungstätigkeiten mit eingebracht und die Ergebnisse der Forschung in einem Realbetrieb erprobt. Die Tätigkeitsschwerpunkte waren dabei Betriebsstrategien, marktwirtschaftliche Organisationsmodelle, marktwirtschaftliche Einbindung von Elektromobilität, virtuelle Kraftwerke, Verwertungsstrategien und Demonstration. Die Ergebnisse wurden in fünf wissenschaftlichen Publikationen veröffentlicht und auf internationalen Konferenzen (z.B. IEEE Forum on Integrated and Sustainable Transportation Systems (Forum ISTS) in Delft, Niederlande) präsentiert. Mehrere Bachelor -und Masterarbeiten entstanden in Kooperation mit Hochschulen in diesem Zeitraum. 

Die DB Energie GmbH konnte sich bereits durch die Teilnahme an der ersten Förderphase von M2G zu einem beratenden Dienstleister für den Aufbau von Ladeinfrastruktur von Elektrofahrzeugen und Micro Smart Grids für andere Tochterunternehmen der Deutschen Bahn sowie externe Kunden entwickeln. In dieser Rolle ist der Energiedienstleister an der Entwicklung der Instandhaltungswerke der Deutschen Bahn AG in Cottbus und Nürnberg beteiligt. Das erworbene Wissen zu Anlagen des Micro Smart Grids hat das Unternehmen zur Betrachtung der Lastmanagementsysteme der Ladeinfrastruktur verwendet. Außerdem hat es in dem Projekt Vale Powershift (Feasibility Study for Carajás (EFC) & Vitória Minas Railroads in Brazil) eine Simulation zur Lastspitzenkappung für die batterieelektrischen Schienenfahrzeuge durchgeführt.

Sie wollen mehr zum Thema wissen und haben Interesse an weiteren Berichten über die Forschung und Aktivitäten der DB Energie GmbH im Rahmen des Forschungsprojektes, dann kontaktieren Sie gerne Raisa Popova unter Raisa.Popova@deutschebahn.com.

30. JUL 2021
30
JUL
2021

Zahlen Daten Fakten

100 Prozent Ökostrom im DB Fernverkehr

  • heute schon 61 Prozent Anteil Ökostrom im DB-Bahnstrom-Mix

  • mehr als 1800 Mitarbeiter für mehr Nachhaltigkeit & Effizienz

  • bis 2038 100% Ökostrom im DB-Bahnstrom-Mix

  • rund 20000 Züge fahren pro Tag mit elektrischer Energie

DB Energie und die Energieversorgung der Deutschen Bahn

2030 werden wir bereits 80 Prozent Grünanteil im Bahnstrom-Mix der DB haben. Die Grundsteine für nachhaltigen Eisenbahnverkehr wurden bereits früh gelegt und haben tiefe Wurzeln: Bereits 1905 wurde die Ammergaubahn mit vollständig ökologisch hergestelltem Ökostrom aus dem Wasserkraftwerk Kammerl versorgt. Heute ist die Deutsche Bahn der größte Ökostromverbraucher Deutschlands.

Auf dem Weg zur Komplettvergrünung

2020: Die DB, heute bereits größter Ökostromnutzer in Deutschland, sichert sich über drei neue Verträge mit einem Leistungsumfang von rund 780 Gigawattstunden Grünstrom aus Wasserkraft, Windkraft und Sonnenenergie für die nächsten Jahre. 

2020: 61% im DB-Bahnstrommix

2020 verfügt der DB Bahnstrom-Mix bereits 61 Prozent Grünstrom-Anteil. Bis 2038 wird der Anteil an erneuerbaren Energien im Bahnstrom-Mix auf 100% steigen. DB Energie prüft und investiert in vielfältige Projekte rund um den Ausbau von Alternativen Antrieben. Den Schienenverkehr gestaltet die DB Energie auf diese Art bis 2040 klimaneutral. So kann die Energiewende gemeistert werden.

DB Energie als Energiemanager

Energiewelt Blau

Um das Energiegeschäft der Deutschen Bahn nachhaltig zu managen, wird die DB Energie GmbH 1997 als 100-prozentige Tochter gegründet. In den folgenden Jahren wird das Geschäft mit Energie und Dienstleistungen stetig auch an Industrie & Gewerbe außerhalb des DB Konzerns ausgeweitet. 

2013 wurde die Energieversorgung der S-Bahn Berlin in das Unternehmen integriert.

Die DB Energie setzt auf die Modernisierung und den Ausbau der Infrastruktur: So werden die mechanisch arbeitenden Umformer für die Bahnstrom-Versorgung nach und nach mit effizienten Umrichterwerken ersetzt.

Das 20. Jahrhundert

Gleisvorfeld Frankfurt

1940 knackte die erste elektrische Lokomotive die 200 km/h-Marke.

Die DB beginnt die Nord-Süd-Strecke (Hannover bis Würzburg) komplett zu elektrifizieren. 1960 waren rund 3.700 Kilometer der Deutschen Bundesbahn elektrifiziert. Die nächsten Jahre sind geprägt vom rasanten Ausbau der Strecken und zahlreichen Rekordfahrten - auch international: 1988 erreichte ein ICE zwischen Fulda und Würzburg im Rahmen einer Testfahrt 406 Stundenkilometer - Weltrekord!

1992 wurde der erste ICE in Deutschland in den Regelbetrieb genommen - eine neue Ära des Bahnfahrens beginnt.

Geburtsstunde des 16,7-Hz-Bahnstroms

Stromabnehmer Zug

1912 ist die Geburtsstunde des 16 2/3-Hz-Bahnstroms (später 16,7 Hz) in Deutschland. Nach zahlreichen Versuchen und Testfahrten kommt es zwischen den damaligen deutschen Staatsbahnen - Baden, Bayern und Preußen - zu einem "Elektrifizierungsübereinkommen". Es wird sich auf das bis heute bestehende Einphasenwechselstromsystems mit 15 kV geeinigt. Zahlreiche europäische Länder wie Österreich oder die Schweiz schließen sich an.

Die erste elektrische Lokomotive

Siemens E-Lok

Die erste einsatzfähige elektrische Lokomotive (eine Grubenlokomotive von Siemens & Halske) wurde 1879 entwickelt und auf der Berliner Gewerbeausstellung vorgeführt. Zwei Jahre später wird begonnen, auch die ersten Bahnhöfe mit elektrischem Licht auszustatten. 1905 geht bereits das erste Wasserkraftwerk für den Schienenverkehr der Ammergaubahn ans Netz.

In den Folgejahren wird viel experimentiert - besonders im Bereich des richtigen Antriebs.