Ladeinfrastruktur für Akku-Züge​

Wir bieten verschiedene Ladelösungen für Akku-Züge an

Etwa 40 Prozent der Schienenwege in Deutschland sind heute noch nicht elektrifiziert. Insbesondere im Nah- und Güterverkehr werden deswegen heute noch Schienenfahrzeuge mit Dieselmotor betrieben. Neben der weiteren Elektrifizierung von Strecken unter Einsatz von erneuerbar erzeugtem Bahnstrom sind Alternative Antriebe ein wesentlicher Baustein zur klimaneutralen Bahn. Hierbei können als eine Technologie Akku-Züge - auch BEMU (battery electric multiple unit) genannt - einsetzt werden für die wir für die passende Energieversorgung sorgen.

Akku-Züge ermöglichen elektrisches und grünes Fahren auf Strecken, auf denen keine durchgängige Oberleitung vorhanden ist. So werden beispielsweise auf Streckenabschnitten mit Oberleitung die Akkus über den Stromabnehmer aufgeladen – eine Weiterfahrt ist somit auch auf nicht elektrifizierten Strecken möglich. Alternativ bieten wir Ladelösungen für Akku-Züge über sogenannte Oberleitungsinseln oder auch für Züge in der stationären Abstellung.

Unsere Ladelösungen

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Lösung 1-3: Nutzung von Bestandsoberleitungen

Auf den deutschlandweit ca. 20.000 km Schienenwegen, die mit Oberleitungen ausgestattet sind, können Akku-Züge bereits heute den Strom aus der Oberleitung zum Fahren und auch zum Laden des Akkumulators nutzen. Die Versorgung von Schienenfahrzeugen mit elektrischer Traktion erfolgt über das Bahnstromnetz der DB Energie.

Ende des Expander-Inhaltes
Lösung 4: Errichtung von Oberleitungsinseln

Elektrische Triebzüge mit Akkumulator sind grundsätzlich in der Lage außerhalb des elektrifizierten Streckennetzes auch ohne Oberleitung zu fahren, da dann die Stromversorgung aus dem Akkumulator erfolgen kann. Ist ein nicht elektrifizierter Streckenabschnitt zu lang, so dass er ohne Nachladung aus betrieblicher Sicht nicht sicher passiert werden kann, muss der Akkumulator des Zugs nachgeladen werden. Hierzu können Oberleitungsinselanlagen aufgebaut werden und Abschnitte z.B. in Bahnhöfen oder auf einzelnen Streckenabschnitten zwischen Bahnhöfen mit Oberleitung, ausgerüstet werden. ​

​Die Bahnstromversorgung der Oberleitungsinselanlagen erfolgt von einem Ladeunterwerk (siehe Grafik). Dabei wird Drehstrom dem vorgelagerten öffentlichen Verteilnetz in einphasigen Bahnstrom mit 15 kV oder 25 kV umgewandelt und in die Oberleitung eingespeist. Angewendet werden etablierte Zugangsprozesse für DB-Netz-Schienennetz und DB Energie-Bahnstromnetz sowie Wechselprozesse für Bahnstromlieferanten.


Oberleitungsinseln
Oberleitungsinseln


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Lösung 3: Energieversorgung in der Abstellung

Die Akkus des Zuges können auch über stationäre Ladeeinrichtungen aufgeladen werden. Hierbei erfolgt die Aufladung der Batterien des Zugs im Stand bzw. in der Abstellung. Aktuell werden drei unterschiedliche Ladelösungen angeboten:​
 

  1. SmartE – unser smarter Elektrant für Fremdeinspeisungen mit manuellen Steckvorrichtungen: 
    • Versorgung mit 400 V Drehstrom
    • Energiemessung zeit- und kundenbezogen
       
  2. Stationäre Ladeeinrichtung
    • Versorgung mit 1 kV Wechselstrom ​
    • Höchste derzeit konstruktiv verfügbare Leistung
       
  3. Fremdeinspeisungen über Dachstromabnehmer



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Die Zukunft auf der Schiene - Akku-Züge

Für nicht-elektrifizierte Strecken setzt die DB Energie Standards.

Ladeinfrastruktur für Akku-Züge: Referenzprojekte im Überblick

Projekt Akku-Netz ​Schleswig-Holstein​

  • Zukünftiger Betrieb von 55 Akku-Zügen​
  • Realisierung von Oberleitungsinselanlagen inkl. Ladeunterwerken in Heide, Husum und Tönning​
  • Realisierung von Oberleitungsanpassungen bzw. -verlängerungen in Bad Oldesloe, Büchen, Flensburg und Kiel​

Projekt Niederrhein-​Münsterland-Netz​

  • Zukünftiger Betrieb von 63 Akku-Zügen​
  • Planung einer Oberleitungsinselanlage inkl. Ladeunterwerk in Kleve

Projekt Pfalznetz​

  • Zukünftiger Betrieb von 44 Akku-Zügen​
  • Planung von Oberleitungsinselanlagen inkl. Ladeunterwerken in Landau, Winden, Pirmasens Nord, Kusel und Lauterecken-Grumbach​
  • Planung von Oberleitungsanpassungen in Kaiserslautern​
  • Planung von Teil-Neuelektrifizierung in Pirmasens

Pilotprojekt in Annaberg-Buchholz – die erste Ladestation ihrer Art

Neue Technologie für neue Mobilität: Zusammen mit Kooperationspartnern aus Industrie und Wissenschaft hat DB Energie im Bahnhof Annaberg-Buchholz Süd eine innovative Ladeinfrastruktur für die Energieversorgung von Akkuzügen errichtet.

Bis Sommer 2024 wird die neue Ladetechnologie mit der Spannungs- und Frequenzkombination 15 kV/50 Hz unter Bahnbedingungen eingehend erprobt.

Sprechen Sie unseren Experten für Akku-Züge an:

Marcus Kliefoth

Projektleiter für Alternative Antriebe - Schwerpunkt Infrastrukturlösungen Akkuzüge

Telefon: +49 (0)69 265 23183

E-Mail: marcus.kliefoth@deutschebahn.com